Von Turm zu Turm im Sauerland: Rothaar-Hawerland-Tour

Ich teste im Moment etwas Wordpress.com als FreeHosting Platform in möglichem Austausch gegenüber Posterous. Daher gibt es aktuell bereits 3 Beiträge, die ich zunächst hier noch nicht veröffentlichen werde (gehört mit zum Test ;-)). Je nach Testausgang werden diese dann aber (samt Kommentaren) auch hier wieder integriert - also keine Angst.

Am 1. Mai habe ich eine interessante und schöne Rennradtour unternommen, die mich von Erndtebrück aus dem Wittgensteiner Land über Jagdhaus bis an die nördliche Grenze des Rothaargebirges gebracht hat. Von dort habe ich dann die Schleife mit einem Abstecher zur Hohen Bracht (Turm Nummer 1) und über den Rhein-Weser-Turm (Turm Nummer 2) gezogen.

Zu finden hier: http://torstenfrank.wordpress.com/2012/05/01/lotr-the-two-towers-oder-rothaar...

Cross-Einlage - Ein Wilier schreckt kein Waldweg

Heute bin ich auch wieder kurz - kurz gefahren. Wind war noch etwas stärker als gestern; es blies ganz schön über die Höhen. Heute also nur Grundlagen und somit auch ruhig über die Höhen. Über Leimstruth nach Bad Laasphe gerollert, durch die Kö über Bracht die L718 lang. In der Tat, die Baustelle ist begonnen, aber auch für den Linienverkehr freigegeben. Aktuell ist die Deckschicht abgefräst, so weit man sehen kann.

Ich bin aber wie ohnehin geplant über das Harfeld nach Richstein gefahren und fand kurz vor Ortseingang einen weiteren Wirtschaftsweg mit dem Holzwegweiser "Kop".

Hmm - das schaue ich mir doch mal an, wo das wohl hingehen mag. Quasi in Falllinie geht es den Berg hoch. Nach 800 m hört der Asphalt bei km 39,71 auf und ein unbefestigter Weg mit felsigem Untergrund fängt an. Tjo, denke ich - ich will immer noch wissen, wo es hier hingeht. Der Weg ist auch trocken, also einfach weiter. :)

Strade Bianche. Nach einer Weile nähert sich der Wegzustand typischeren Waldwegformen, ist aber immer noch gut befahrbar. Hier wollte ich zwar nicht unbedingt ohne Servicewagen im Renntempo drüberbolzen, aber ich mache mir auch nicht ins Hemd, mit meinem Carbon-Ross und schmalen Pneus über Waldwege zu fahren. Man sollte zwar schon etwas aufpassen und bewusst seine Linie wählen. Ebenso geschmeidig im Sattel sein. Über Steine drüberrollen ist gar kein Problem. Schlimmer ist es, wenn man scharfkantigere größere Steine so gerade seitlich anfährt. Das kann schon mal in die schwächer geschützte Flanke des Mantels und damit "ins Auge" gehen.

Kurze Zeit später wird der Untergrund weicher und der Gradient noch etwas steiler und dann bin ich oben am Gipfel des "Stein".

(download)

Beim Runterrollen über den Kamm zur Landstraße unweit des Didoll muss ich aber aufpassen: da liegt etwas unschönerer Schotter. Aber bald hat mich der Asphalt wieder und ich kann den Schnitt wieder hochziehen.

Die restliche Tour wird durch einen kleinen Stadtbummel per Rad durch Bad Berleburg (am Schloss vorbei - endlich sind die Cafés draußen wieder gefüllt) halbiert, ansonsten ruhig mal halb mit, mal ganz gegen den Wind pedaliert.

Distanz: 66,02 km, Höhenmeter: 876 m, Zeit: 2 h 45 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 24,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,2 km/h, Durchschnitts-HF: 131

auf Strava:

Auf und nieder im Nordosten Wittgensteins oder: "Holla, wer hat den Sommer angeknipst" Tour

Wie herrlich - Donnerstag noch mit langem Unterhemd, Softshell, langer Hose, Handschuhen unterwegs gewesen... und heute: Knipps, Sommer!

Ich will mich da wirklich nicht beschweren - aber ein etwas allmählicherer Übergang wäre auch ok und sicher besser gewesen.

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Heute Mittag habe ich mir extra vor der Ausfahrt noch einen Track erstellt, den ich nachfahren wollte. Gestern suchte ich mir eine Tour von letzem Jahr aus, wollte dabei auch noch den kleinen steilen Stich mit bis zu 16 % von Balde zur Leimstruther Höhe einbauen und wollte auch den neu auf Quäldich.de entdeckten (da auch recht neu eingetragen) "Pass" von Alertshausen Richtung Hof Teiche, den "Katzensturz" fahren. Und so hatte ich mir eine schöne Strecke von Erndtebrück in den "wilden" ;-) Nordosten Wittgensteins auf GPSies.com zusammengestellt.

Wer möchte, kann natürlich den unten in Strava dargestellten Track aus Strava herunterladen und nachfahren. Die geplante Strecke, die ich auch so 1:1 abgefahren bin, liegt aber auch auf GPSies bereit.

Sehr zum nachfahren empfohlen. Umso mehr bei solch herrlichem Wetter wie heute. Ach, du mein Wittgenstein! :)

Es sind sowohl ein paar schöne Rollerstrecken zum Speed machen auf sanft oder auch etwas stärker abfallenden Geraden enthalten (z.B. von der Leimstruther Höhe bis nach Bad Berleburg und von Girkhausen nach Bad Berleburg), aber auch zahlreiche schöne Steigungsstrecken. Und das alles auf wunderbaren kleinen Sträßchen in kleinen Tälern; durch den Wald und schöne kleine und interessante Orte wie Elsoff oder Alertshausen. Sogar die Asphaltqualität ist fast ausnahmslos richtig gut - da gäbe es, gerade bei den ganz schmalen Wirtschaftssträßchen durch den Wald, ganz andere Beispiele, die aber in der heutigen Tour nicht enthalten sind.

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In der Ortsmitte Erndtebrück geht es los. Entspannt und flach rollt es sich zunächst über Schameder bis Leimstruth. Hier biege ich Richtung Balde ab und hole in der folgenden Abfahrt richtig Schwung, den ich in den folgenden Gegenanstieg mitnehme. In Balde geht es dann scharf rechts in eine kleine Einfahrt, die bald zum Wirtschaftsweg wird. Schnell ist der Gradient bei 12, 13 %, um dann kurz auf bis zu 15, 16 % anzusteigen. Eine radfahrende Familie auf Sommerausflug oder auch ein Genußradler wird dieses Teilstück verfluchen, sollte er meinen Track nachfahren. ;-)

Das kurze Stück ist nur just for fun drinnen und sorgte auch immerhin heute dafür, dass ich meinen Maximalpuls von 182 erreichte. Die folgende Rollerstrecke entlang der (wenig befahrenen) B 480 bis nach Bad Berleburg hinein eignet sich gut zum durchatmen - ist aber viel zu schön zum Bummeln. Also wird mit 100er Kadenz schön Speed gemacht. Durch Bad Berleburg über die Bahnhofstraße und am Kreisel die Sählingstraße nehmend, fährt es sich bald wieder auf schönem Wirtschaftsweg ruhig bis nach Wemlighausen, wo der erste längere Anstieg des Tages wartet: Hoch zum Laibach (Quäldich.de Eintrag).

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Hinter dem Gasthof Aderhold liegt der Einstieg; rechts geht es in die kleine Straße "Zum Heidebach". Bald windet sie sich als glatt asphaltierter, schmaler Wirtschaftsweg den Hang hinauf. Alles da: glatter Asphalt, Serpentinen, schöne, fotogene Ausblicke über das Tal und eine schöne Steigung mit im Mittel knapp 9 %, in der Spitze kurz rd. 12 %. Auch hier habe ich gut reingehalten - sehr feine Sache. Wer die bisherige Strecke schon ausreichend für eine Einkehr fand, der kann nach kurzer Abfahrt zur L717 im Gasthaus "Erholung" eine Pause machen. Ich fuhr weiter über die K 44 Richtung Schwarzenau. Auch diese Straße ist, ganz im Gegensatz zur etwas weiter östlich über Christianseck führende K 40, in hervorragendem Zustand. Zuerst kurz mit rd. 10 Prozent ansteigend, dann leicht wellig verlaufend, führt sie schmal und kurvig durch schönen Laubwald.

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Vorbei an kleinen Hofeinfahrten mit den Namen "Latzbruch" und "Rübengrund" komme ich bald zu einem sich nach Nordosten über den Talgrund Schlade öffnenden Blick. Hier mache ich erst mal ein paar Fotos. Danach rolle ich kurz weiter bis zur Ortslage "Oberes Hüttental" hoch über Schwarzenau. Weiter geht es mit dem Genießen der Sonne und mit Fotografieren. Ohne Fahrtwind merke ich hier schon, wie stark die Sonne wirklich ist. Gut, dass ich vor dem Losfahren Sonnencreme aufgetragen habe.

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Nach diesen ausgiebigen Fotopausen geht es jetzt weiter nach Elsoff (Foto Tag). Ein hübscher Ort, durch dem man mal durchradeln sollte, wenn man ihn noch nicht kennt. Ich halte mich aber nicht weiter auf und fahre sofort weiter nach Alertshausen. Auch dies ein hübscher kleiner Ort, der zum kurzen Verweilen einlädt.

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Hier geht es über den Elsoffbach nach links, der Beschilderung "Zum Katzensturz" nach. Lustiger Name, der auch mit entsprechenden Holzschildern samt eingeschnitzter Katze öfters am Wegesrand dargestellt ist. Was es damit auf sich hat? Leider keine Ahnung. Aber auf jeden Fall ist das eine wunderbare Straße mit nicht zu steilen, wechselnden, teils sanften Gradienten entlang von offenen Wiesen, Einblicken in schöne Täler und im oberen Teil durch lichten Wald. Herrlich! (hier geht es zum Quäldich.de-Eintrag)

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Oben am Kulminationspunkt angekommen, könnte man noch kurz weiter zum bekannten Hof Teiche fahren (wie ich höre, soll man da recht gut einkehren können). Ich biege aber scharf rechts ab und folge der Abfahrt nach Diedenshausen. Die ist auch sehr reizvoll, aber herber als die Auffahrt von Alertshausen. Zudem ist hier die Asphaltqualität nicht sehr gut. Durch den dichteren Wald war es hier auch noch etwas feucht. Also obacht vor Lärchennadeln und Dreck sowie dem einen oder anderen offenen Deckenbereich. Insgesamt aber alles harmlos und kein Problem für Rennradler.

Unten in Diedenshausen (Foto Tag) gönne ich mir hinter der alten Mühle (nach rechts schauen, da sieht man das alte oberschlächtige Wasserrad in einer Überbauung aus Beton) einen Riegel und schätze den Durchfluss in dem kleinen Obergraben parallel zur Straße. Geschätzte 20 bis 30 l/s werden da wohl schmal und flach dahinplätschern.

Von Diedenshausen folge ich der L717 nach Wunderthausen (Foto Tag) . Schön - wie oft im Wittgenstein und hier besonders: kaum bis überhaupt kein Verkehr unterwegs. Nichts stört die Ruhe und das schnelle dahingleiten. Durch Wunderthausen folge ich der K 51 und der Beschilderung Richtung Wemlighausen. Hier geht es hoch bis aufs Kraftholz. Die steilere Variante ist die Anfahrt von Wemlighausen, die ich heute als Abfahrt unter die Räder nehme.

Im Talgrund angekommen wird aber stark verzögert - ich will rechts ab. Die nächste schmale, schöne Straße durch den Wald nehmen. Abgebogen wird also scharf bei der Beschilderung "Wittgensteiner Anglerparadies". Hier darf man auch selber Angeln, oder sogar einen ganzen Weiher mieten oder einfach nur das ganze Jahr hindurch frischen Fisch kaufen. Ist ewig her - aber als Kind war ich hier mal und habe geangelt :). Heute folge ich aber den Wegweisern zum "Hof Dambach" und werde mit einer weiteren Steigungsstrecke durch lichten Wald und schöne Gegend belohnt. Über den Höhenkamm komme ich dann hoch über Girkhausen mit tollen Blicken über die Täler aus dem Wald. Unten in Girkhausen angekommen beginnt die sanft abfallende Rollerstrecke, die mich heute auch mit Rückenwind schnell nach Bad Berleburg bringt.

Aus Bad Berleburg fahre ich über den Stöppel nach Berghausen und durch das Altmühltal finde ich die letzte Steigung des Tages nach Birkefehl. Hier lasse ich es nicht mehr ganz so stark angehen und fahre dann in der Folge über die kleinen Dörfer Birkelbach und Womelsdorf zurück nach Erndtebrück.

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Trainingstechnisch war das heute ein astreines Sweetspot-Training. Bei Zeitpunkt 1:54 h - 1:58 h waren die Pulswerte in der Originalaufzeichnung fehlerhaft (gingen bis zu 200 in der Abfahrt - wohl durch flatternde Windweste verursacht?). In Sportracks korrigiere ich solche Fehler - beim Direktupload zu Strava sind solche Sachen natürlich immer noch drin.

Distanz: 83,46 km, Höhenmeter: 1231 m, Zeit: 3 h 58 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,9 km/h, Durchschnitts-HF: 136

auf Strava:

Leichte Ahnung-von-Wärme-April-Tour

Letzter Tag der leichten Woche, Base 3, Woche 4. Nächste Woche geht's in Build 1.

Heute waren rund 1,5 Stunden geplant, deswegen konnte ich beruhigt den einen oder anderen heftigen Regenschauer abwarten, bevor ich mich auf mein Wilier schwang. Heute wurde ja L-B-L, Lüttich-Bastogne-Lüttich, bzw. Liège-Bastogne-Liège in der 98sten Ausgabe gefahren. Gewonnen wurde sie von Maxim Iglinskiy (Team Astana) vor Vincenzo Nibali (Liquigas Cannondale). Zu Ehren von La Doyenne (die Älteste), dem ältesten noch ausgetragenen Eintagesrennen, erwog ich kurz, ein Wittgensteiner L-B-L zu fahren: Laasphe-Berleburg-Laasphe. Da fiele mir sicher eine richtig schöne Streckenführung mit einigen knackigen Höhenmetern ein. Leider war das von Zeit und Plan her heute nicht drin. Aber: Remember Kids, you heard it here first...! ;-)

Wenigstens merkt man jetzt, dass die Sonne so langsam mehr Kraft bekommt. Zwar war auch heute die Durchschnittstemperatur mit 8,8 °C wie sonst auch noch einstellig, aber immerhin war es trotz dem starken, böigen Wind nicht so kalt wie sonst. Auch dampften die nassen Straßen dann, wenn die Sonne zwischen den Wolken hervorlugte.

L-B-L wurde es also nicht, aber nach einem sehr lockeren Hochkurbeln des Dilles fuhr ich über Oberndorf und Feudingen nach Bad Laasphe, um in Ortsmitte durch die Königsstraße zu rollen und dann durch das Laasphetal die L718 Richtung Sassenhausen zu befahren. Ab morgen wird diese Strecke übrigens vom Abzweig der K53 (über das Harfeld nach Richstein führend) bis auf halber Strecke nach Sassenhausen für Straßenneubauarbeiten gesperrt (km 22,68 bis 24,93 meines heutigen Tracks).

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[Bei Stünzel]


Über Stünzel und Leimstruth rollte ich dann locker bis nach Erndtebrück.

Im Anschluss noch fix das Rad sofort auf dem Balkon abgespritzt und sauber gemacht und am Fernsehen die Zieleinfahrt von L-B-L verfolgt. Dann noch fix etwas Rumpfstabi-Übungen gemacht (sollte ich zumindest ab und an nach kurzen Einheiten durchführen).

Distanz: 39,49 km, Höhenmeter: 489  m, Zeit: 1 h 47 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,4 km/h, Durchschnitts-HF: 119

auf Strava:

Berleburg-Winterberg-Siedlinghausen-Großes Bildchen-Sorpetal-Jagdhaus Runde

Heute war M1, Tempo, angesagt. Ich habe jetzt nicht auf einen bestimmten Zeitabschnitt für Zone 3 geachtet (eigentlich wären 1 h 10 Min bzw. 1 h 20 Min dran gewesen) - sondern bin einfach so los gefahren. Zielsetzung war, einen Schnitt von 25 km/h über alles zu fahren. Dabei fuhr ich erst in Zone 2 los, mir war aber egal, wenn ich in Zone 3 kam. Und an Anstiegen strebte ich keine Bestzeiten an, aber wollte sie aber auch mit Druck fahren. Resultat waren 1h 41Min in Zone 3 (45 % der aktiven Fahrzeit).

Die Anfahrt zum Albrechtsplatz (Quaeldich.de Eintrag) hoch bin ich recht konstant mit weitestgehend 91er Kadenz gefahren, Resultat war meine bisher zweitschnellste Zeit dort hoch (wenn auch mit etwas Abstand zu meiner Bestzeit (17.0 km/h im Vergleich zu 19.7 km/h Schnitt). Aber auch schneller als die drittbeste Zeit vom 1. April mit gleichem Puls-Durchschnitt und im Mittel 15.9 km/h.

Oben am Albrechtsplatz waren dann die Straßen nass. Und blieben es bis hinter Winterberg. Wenigstens blieb es von oben trocken. Frischhaltefolie unter den Belgian Booties - dass ist Gold! ;-) Trocken blieb es wie gesagt, aber es dräuten doch immer dunkle Wolken - erst auf der zweiten Hälfte wurde es etwas aufgelockerter. Und so fühlte ich mich auch nicht sonderlich zu Fotopausen motiviert. Die einzigen beiden Stops waren ein ganz kurzer in Winterberg und ein etwas längerer (für ein paar Fotos und einen Riegel) am Großen Bildchen (Pass-Eintrag bei Quaeldich.de).

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Das Große Bildchen wird nach der Steigungsstrecke aus Siedlinghausen der Sorpestraße folgend erreicht. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke durch ein schönes und vielfältiges Tal, durch welches der kleine Bach Neger fließt, dem wir bis zu seinen Quellbereichen folgen. Neben der Straße gibt es mal engen Talgrund, mal weitere Lichtungen, im unteren Bereich die eine oder andere sehr interessante Bebauung und im oberen Bereich Wald zu sehen. Auch der Steigungsverlauf ist abwechslungsreich - oder unrhytmisch, wie man es nimmt.

Abwechslungsreich ist auch der Straßenbelag; er ist auf sehr viele verschiedene Arten mies... ;-)

Dennoch, eine wirklich schöne Strecke, für die ich meine Empfehlung ausspreche.

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Oben am großen Bildchen folge ich der L742 das Sorpetal herunter. Zuerst den kalten Wind verfluchend und vorsichtig auf nasser, steiler Straße, dann endlich nach abflachen des Gradienten und geraderer Strecke ab Obersorpe wieder richtig Fahrt machend.

Bei Winkhausen wird das Tal der Lenne erreicht. Zuerst links, dann wieder rechts geht es aber nicht über die B236, sondern über asphaltierte Feldwege über den Höhenrücken am Fraunhofer-Institut vorbei nach Grafschaft. Von Grafschaft nach Schmallenberg und von dort nach Fleckenberg, wo der letzte (und steilste) Anstieg des Tages wartet: die Fahrt hoch nach Jagdhaus (Quaeldich.de Eintrag).

Schnell bin ich danach unten in Wingeshausen und folge der L553 mit guter Kadenz und weiterhin Druck auf dem Pedal. Aber kurz vor Röspe muss ich Druck rausnehmen, aus dem Sattel gehen und den Rücken strecken... nach der ganzen, stark gefahrenen Strecke ist es der untere Rücken, der zuerst aufgibt. Puh - etwas rollen, strecken und danach bewusst in gestreckte Arme gestemmt, erhole ich mich etwas, um dann nach 101 km wieder daheim in Erndtebrück anzukommen.

Distanz: 101,42 km, Höhenmeter: 1343 m, Zeit: 4 h 02 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 25,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 26,7 km/h, Durchschnitts-HF: 136

auf Strava:

Ostersonntag: Besuch beim Biedenkopfer Schloss und der Sackpfeife. Oster-Triple, Part III

Ostersonntag, der schönste Tag des Osterwochenendes vom Wetter her.

Heute habe ich den Sack meines 3 Tage aufeinanderfolgenden Radfahrens "zugemacht". Vorgesehen war einfache Grundlage, also GA1 oder E2, je nach Gusto.

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Habe auch öfters drauf geachtet, wirklich nicht über Puls 141 - meine neu definierte Obergrenze Zone 2 zu kommen. Habe es aber genausogut auch laufen lassen, wenn ich bei Puls 145 landete. An Anstiegen sowieso, da dann auch ruhig über Puls 150. War sehr windig und kalt. Dafür und vor allem für den dritten Tag in Folge lief es richtig gut! Sehr schön. Aber nach drei Stunden im Sattel merkte ich langsam, was ich die letzten drei Tage gemacht hatte. Zuerst war es nur etwas Spürung am Hintern. Nach den besagten drei Stunden genau bei 3:00 wollte/musste ich zum ersten mal gezielt den Hintern entlasten, obwohl ich von der Luft und von den Beinen nach wie vor Druck hätte machen können. So bei 3:20 im Anstieg von Dotzlar nach Sassenhausen bin ich extra in den Wiegetritt gegangen, um dem Hintern nochmal etwas Entlastung zu verschaffen. Auch die Abfahrt von Stünzel zur Weidenhäuser Straße und auch die Abfahrt von der Leimstruther Höhe bis Leimstruth Bahnhof habe ich im Stehen laufen lassen, um etwas den Rücken zu strecken und den Hintern zu entlasten, damit ich den Rest der Strecke wieder schön rollen konnte.

War dann froh, in Erndtebrück zu sein. Puh! Tja, so hat man seine Not ;-) Liest sich aber ausführlicher, als es letzten Endes war. Möchte nur festhalten, dass es bis zum stoischen tagelangem 180+ Kilometerabreissen a la Tour de France noch etwas bei mir dauern kann... ;-)

Die Strecke von Erndtebrück nach Biedenkopf fährt sich super flüssig - schließlich gilt es nur einen leichten Anstieg bis zur Leimstruther Höhe zu bewältigen und ab da kann man es dann richtig rollen lassen. Zunächst etwas fixer bis nach Saßmannshausen herunter und dann speedmäßig immer dem sanft abfallenden Verlauf der Lahn durch Bad Laasphe und Wallau bis hinein nach Biedenkopf folgend.

In Biedenkopf fuhr ich direkt hinter dem Ortseingang den Hinweis-Schildern zum Schloss nach und hinauf und machte dort erst einmal ein paar Fotos. Zu Ehren des am Ostersonntag stattfindenden Klassikers Paris-Roubaix (Glückwunsch zum 4. Sieg an Tom Boonen) bestritt ich hier auch meine Pflicht-Pavé-Strecke in Form des gepflasterten Schlosshofes. Hier hätte man es gut noch eine Weile aushalten können - Sonnenschein, aber durch die Wehrmauern und Gebäude komplett Windgeschützt, so war es dort schön warm.

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Wer übrigens auf den Burgturm oder auch Wehrgang möchte, muss einen kleinen, sicherlich sinnvollen Obulus am Schlosskiosk bzw. Museumseingang bezahlen. Mir war allerdings die windgeschützte Sonne und das fotografieren meines Wilier GranTurismo im Schlosshof genug. Nach einem kleinen Happen fuhr ich dann vom Schloss herunter in die Stadt und dann auf dem selben Weg, den ich gekommen war, auch wieder zurück bis nach Ludwigshütte.

In Ludwigshütte ging es am Kreisverkehr rechts hoch zur Sackpfeife (alle meine Touren dahin mit weiteren Infos und Fotos hier). Diese Strecke ist im Sommer entlang der B253 nicht ganz so angenehm, da vom Ausbau her sowohl für die Autofahrer, aber mehr noch für die Motorradfahrer zum Heizen verleitend. Da ist man froh, wenn man auf dem "Gipfelpunkt" der B253 schließlich nach links in den Wald und die dann ruhige kleine Straße einbiegen kann, die nochmal rund 160 Höhenmeter bis zum Parkplatz der Sackpfeife bereithält. Weitere ca. 17 Höhenmeter kann schnorren, wer anstelle auf Parkplatz und zur Sackpfeife selbst sowie dem dortigen Ausflugslokal zu fahren, erst mal noch links der Zufahrt zur Sendeanlage des Hessischen Rundfunks folgt. Da steht man dann aber nach etwa 240 m vor der Verschlossenen Schranke.

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Aber egal, in der Summe hat man dann nicht ganz 380 Höhenmeter beginnend ab Ludwigshütte erklommen. Das Reicht für Kategorie 2 bei Strava. Das Strava-Segment, welches ich dafür angelegt habe, läuft aber wohlweisslich nur vom Kreisverkehr bis zur Einmündung des Parkplatzes. Zum einen möchte ich nicht jedes Mal diesen nutzlosen 17 HM Stummel in die Sackgasse folgen und zum zweiten möchte ich auch (wenn denn mal mehr Strava-Nutzer dort unterwegs sind) diejenigen erfassen, die direkt auf den Parkplatz fahren.

Von der Sackpfeife folgte ich dann weiter der Hauptstraße nach Eifa und hinter diesem links abbiegend der Hatzfelder Straße nach... Hatzfeld, richtig. ;-) Ich weiß nicht, was mit dem Asphalt da passiert ist, jedenfalls hat er ein sehr interessantes Schadbild - über und über klein abgegrenzte Aussprengungen, als ob jemand mit einer Schrotflinte von oben draufgeschossen hätte. Einer Schrotflinte mit 10 bis 20 cm Schrotkugeln... Aber die Straße ist nicht lang - ab der nächsten Kreuzung sind die Untergrundverhältnisse wieder normal.

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Hier habe ich auch nun vom Tal der Lahn kommend die Eder erreicht. Dieser folge ich flussaufwärts durch Hatzfeld, Beddelhausen und Arfeld, um sie dann Richtung Dotzlar zu verlassen und den Anstieg nach Sassenhausen zu nehmen. Oben angekommen, ist man auch flugs in Stünzel und von dort schnell auf der Leimstruther Höhe und auf schneller Rollerstrecke wieder in Erndtebrück.

Daheim angekommen, war ich angenehm platt. Ein schönes, dreitägiges Ostertrainingslager war das :)

 

Distanz: 83,7 km, Höhenmeter: 1050 m, Zeit: 3 h 59 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,7 km/h, Durchschnitts-HF: 136

auf Strava:

Mit dem Crosser rund um den Edersee, Oster-Triple, Teil 2

Am Samstag des Osterwochenendes habe ich den Edersee besucht. Nachdem in der Woche davor die Wetteraussichten mehr als Trübe aussahen und sogar für Erndtebrück Temperaturen um die Null Grad und auch teilweise Schneefall vorhergesagt wurde, suchte ich nach Alternativen, um trotzdem draußen mit dem Fahrrad lange Touren unternehmen zu können.

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Aber leider sah es Deutschlandweit recht unschön aus. Auch die eigentlich warme Kölner Bucht bot kaum bessere Aussichten und selbst der Blick ins Breisgau zeigte gleiches Wetter, nur etwas höhere Temperaturen. Sieben Grad Celsius anstelle von Ein Grad... Aber dafür mehr als 4 Stunden Autofahrt in Kauf nehmen müssen?

Süden nichts, Westen nichts. Ok, den Niederschlag werde ich vielleicht los, wenn ich mich in den Regenschatten des Rothaargebirges begebe und wärmer wird's da vielleicht auch? Was sagt denn Kassel? Sieht schon sehr viel besser aus. Auch wenigstens 7 statt 1 °C und kein Schneefall für Samstag angesagt. Geht's noch näher und interessanter? Ja, Marburg oder Frankenberg. Sieht ebenso gut aus. Also: Edersee! Da wollte ich schon seit längerem noch mal hin.

Für solche informierten Wetter-Planspiele bis hin zur Nacht vor der Tour und dann am Tag der Tour mithilfe von Satellitenkarten und Regenradar ist die WeatherPro App (http://www.weatherpro.de/de/home.html) für iPhone oder iPad (oder auch Android) Gold wert!

Und so bin ich Samstag Mittag an den Edersee gefahren; direkt an den Anfang des Sees bei Herzhausen. Mit nur rund 1 Stunde 15 Minuten Anfahrt von Erndtebrück ist er auch aus dem Wittgensteiner Land schnell zu erreichen und immer eine Reise wert.

Der Edersee bzw. die Edertalsperre (http://de.wikipedia.org/wiki/Edersee), denn durch eine 1908 bis 1914 errichtete Staumauer nahe Waldeck wird der Ederstausee erst geschaffen, ist die vom Volumen her dritt- und von der Seefläche bei Vollstau her gesehen zweitgrößte Talsperre Deutschlands. Und diese Seefläche gab es vergangenen Samstag auch in Gänze zu bewundern. Denn, wie zu dieser Jahreszeit üblich und vorgesehen, lag der Wasserspiegel nahe bei Vollstau. Genauer (http://www.edersee.de/wasserstand/), bei 244,61 m NN und damit nur 36 cm unter Vollstau (244,97 m NN).

Bereits bei Herzhausen, wo im Sommer ausgedehnte Feuchtwiesen, das sogenannte Ederfeld, zu beobachten sind, gab es also schon an der Stauwurzel richtig viel See zu sehen.

Ich hatte mir im Vorfeld bei GPSies.org einen Track ausgesucht, den ich nachfahren wollte und mir daher auf den Garmin Edge 800 geladen hatte. Bewusst hatte ich dabei nicht eine Familienradwander-Route ausgesucht, sondern nach etwas Waldstrecke gefahndet. Ich wusste, dass ich auch auf einer gemütlichen Seeumrundung weitestgehend am Ufer entlang nur wenig Asphalt unter den Rädern haben würde (Der ER, Ederseeradweg, wird auf der entsprechenden Website (http://www.edersee-radweg.de/edersee_radweg_er_g.html) in der Kategorie "besonders für Mountainbike geeignet" geführt. Deswegen, aber auch aufgrund möglicher Wetterunbillen, war ohnehin mein Crossrad das Gefährt meiner Wahl. Und wenn ich schon mit dem Crosser unterwegs sein wollte, dann wären für einen Halbtagsausflug runde 50 km flach um den See ohnehin kein lohnendes Ziel gewesen.

Was ich mir da aber ausgesucht haben sollte, das würde ich erst im Laufe der Ausfahrt herausfinden. Lange liess es aber nicht auf sich warten... ;-)

Zunächst ging es nach dem Finden eines Parkplatzes (was bei dem sehr kalten Samstag so früh im Jahr trotz Ostern gar kein Problem war), flach und asphaltiert los. Und noch während ich mich fragte, wie lang es denn wohl asphaltiert bliebe (im Hinterkopf schon die Route einer späteren möglichen Rennrad-Tour abwägend), ging es beim Jugendzeltplatz Vöhl auch schon auf unbefestigten Waldweg. Zunächst weiterhin flach, bald leicht ansteigend. Schönes Crosser- aber auch Tourenrad-Terrain.

Leicht erhöht über dem Seespiegel fuhr es sich angenehm und mit schönen Blicken auf den hier noch besonders schmalen und fjordähnlichen See. Diesen Charakter behält er aber eigentlich über seine gesamte Länge. Nach rund 5 km und der nächsten Seebiegung erreicht man bei der Hohen Fahrt wieder etwas Asphalt. Die Kreisstraße 32, die hier als Stichstraße endet, bzw. beginnt. Ihr folgend, kommt man an der kleinen Bucht nach Asel an. Hier ist auch ein Fähranläger, der das Übersetzen nach Asel-Süd ermöglicht. Der Ederradweg würde die kleine Bucht auf zunächst auf der Kreisstraße, dann auch weiter auf Waldweg umrunden; mein Track führte mich erst mal wieder ein Stück steil den Hang hoch um dann einen weiteren Bogen durch die Bucht zu schlagen. Wie ich merkte, um ein schönes Stück Singletrailanstieg (aber nicht zu steil) noch mitzunehmen.

Von der Aseler Bucht führt der Weg im Anstieg rund um den Katzenberg. Oben auf der in den See vorspringenden Erhebung angekommen, bietet sich ein schöner Blick auf den Edersee und Asel-Süd sowie den Nationalpark auf der gegenüberliegenden Seeseite. Hier machte ich ein paar erste Fotos.

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Wie ich in der Zwischenzeit gemerkt hatte, folgte mein Track weitestgehend der Markierung "UE" in weissen Buchstaben in blauem Kreis. Wie ich später nachschaute, zeigt dieses  Wanderzeichen den Urwaldsteig Edersee (http://www.urwaldsteig-edersee.de/) an. Denen (und meinem Garmin-Track) folgte ich dann weiter. Bald wies ein Schild gleichzeitig auf den "Knorreichenstieg". Das der etwas schmaler sein sollte, hatte ich schon mal gelesen. Aber auch, dass er ein Kleinod sei, welches ich mir garantiert nicht entgehen lassen wollte. Der Weg wurde schmaler und war über und über mit Eichenlaub des letzten Jahres bedeckt. Sehr schön. Aber man musste auch aufpassen. Unter solch dichtem Laub kann sich immer mal ein Ast, Stein oder eine Kuhle verbergen. Selbst mit einem Mountainbike, auf jeden Fall aber mit einem ungefederten Crosser, kann sowas üble Folgen haben.

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Eine weitere Biegung später wurde der Weg richtig schmal, auch steinig. Immer noch kein Problem, auch mit dem Crosser. Aber schon gar nicht ohne. Ohne Auslauf und ohne Sicherung führt ein Abweichen vom Trail in den sicheren Weg abwärts auf steilem Hang. So wunderbar urig der Pfad sich entlang dem Lindenberg durch knorrige und urwüchsige, lockere Baumbestände und hoch über dem See windet, so viel Vorsicht muss man auch walten lassen. Die Besonderheit dieses Gebietes sind auch die blockigen Steinhalden bzw. -Hänge, die mehr oder weniger immer etwas in Bewegung sind und so, gemeinsam mit dem kargen Boden, einer ganz besonderen Hangwaldgemeinschaft Heimstatt bieten. Das bedeutet aber auch, dass der Pfad auch für den Crosser irgendwann zu blockig war. An zwei kurzen Stellen habe ich daher das Rad lieber geschoben. Der Rest war Trainings- und Erlebnisstrecke ;-). Aber gut, dass mir niemand Anderer entgegen kam. Im Sommer, bei dichterem Wanderbetrieb scheint mir dieser Weg jetzt nicht sehr geeignet für den Besuch per Rad zu sein. Am Ende der gröbsten Singletrailstrecke kam ich am Rast- und Aussichtspunkt Hünzelburg vorbei - und traf dort auch prompt auf eine größere Wandergruppe, die gerade Rast machte und mich ungläubig ansah. ;-)

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Von jetzt an, immer noch auf dem Knorreichenstieg, lag der ausgesetzte Teil hinter mir und es ging auf steiler Abfahrt (Hintern hinter den Sattel strecken war notwendig) den Lindenberggrat herunter zum Ufer des Edersees. Kaum freute ich mich über eine wieder etwas breitere und flachere Waldwegstrecke, führte ein extrem steiler und durch ein Drahtseil als Zäunchen gesicherter Singletrail in den Hang als Umgehung einer Hangrutschung. Dies liess sich nur schiebend bewältigen. Dafür konnte man die folgende Abfahrt wieder (mit gehörig tief hinter dem Sattel hängenden Hintern) genießen. Bei km 14,7 war ich dann am Ende des Knorreichenstiegs angelangt und wieder auf breitem Waldweg unterwegs.

Einen ersten (und einzigen) Riegel einwerfend, folgte ich dem Waldweg (und dem Zeichen UE) durch schönen Laubwald mal mehr, mal weniger ansteigend bis zum höchsten Punkt meiner Ederseeumrundung, der Kahlen Hardt. Auch hier wurde an besonders schöner Aussichtsstelle ein schöner Rastplatz angelegt, den ich für einige Fotos nutzte. Hier bietet sich ein wunderbarer und weiter Blick über den Edersee, über die gegenüberliegende Halbinsel des Krippenbergs mit der Ortschaft Bringhausen, den Nationalpark Kellerwald und das hessische Umland.

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Die folgende Abfahrt führt zunächst wieder über einen Teppich von altem Laub und später über breite Waldwege gen Seeufer und lässt dabei die Halbinsel Scheid rechts liegen. Hier könnte man in der Folge auch bald auf die dort am Seeufer entlang führende Kreisstraße K22 abbiegen. Eigentlich führt der offensichtlichste Weg auch genau dorthin, mein Garmin, bzw. der geladene Track wollte aber erst mal wieder ein Stückchen in den Hang hinauf. Kurz umgesehen: Oh, tatsächlich. Was zunächst wie eine lediglich eingeschnittene Kuhle links des Weges aussah, ist ja der Urwaldsteig. Also wieder eine Kraft- und Technikeinheit, um in der Falllinie steil bergauf zu fahren. Zumindest, bis meine Grenzen der Gewichtsverlagerung auf dem Crosser und die Fahrstabilität durch zu große Übersetzung erreicht waren. Bevor ich umfiel, klickte ich aus. Mit Mountain-Bike Klettergeometrie und Dreifach-Über- bzw. Untersetzung wäre hier sicher mehr gegangen. So allerdings kam es kurz zu meiner zweiten Bergaufschiebepassage des Tages.

Nach diesem Stich ging es auf normalem Waldweg weitestgehend flach entlang dem Hang bis oberhalb Nieder-Werpe dahin. Auch hier hätte ich fast den schmalen Weg verpasst, der vom breiten Forstweg abzweigend steil hinunter zum Ort führt. Auch hier empfahl es sich teilweise wieder, den Hintern schön hinter den Sattel zu führen, um sicher den steilen Weg zu bewältigen. Unten in Nieder-Werpe schien schön die Sonne auf den Ort oberhalb des Wasserspiegels des Reiherbach-Vorbeckens des Edersees.

(download)

Ein Blick auf den Garmin zeigte mir u.a. zwei Zahlen: Den Kilometerstand von rund 24,5 und eine bisherige Fahr- (und Schiebe- und vor allem auch Foto-) Zeit von knapp drei Stunden. Uff. Irgendwann wollte, nein, musste, ich am Samstag ja wieder zu Hause sein. Und noch hätten 41 km Urwaldsteig vor mir gelegen. Dort am Seeufer bei Nieder-Werpe sah ich es auch zum ersten Mal ausgeschrieben: "Einstieg zum Urwaldsteig" stand da auf großem Schild. "Steig" - ähm, nee, für heute reicht es... ;-) Eine wunderbare Strecke und sicher das Highlight des Urwaldsteigs hatte ich bisher in vollen Zügen genossen. Jetzt aber wollte ich "Zug" auf die Kette bringen und in absehbarer Zeit mein Ziel der Seeumrundung erreichen. Also lies ich den Urwaldsteig Urwaldsteig sein und fuhr auf der dort Ederseerandstraße genannten L 3086, bzw. auf dem dort durchgehend auf Seeseite geführten Radweg weiter. Ab jetzt war ich also auf der Strecke des Ederradweges ER bzw. R5 unterwegs.

Prompt stieg die Reisegeschwindigkeit von Nieder-Werpe bis Waldeck auf einen 30er Schnitt. Hierfür liebe ich ja den Crosser. Ein wunderbar vielseitiges Spaßgerät. Tauglich für die unmöglichsten Trails (zur Not wird er crossertypisch geschultert oder auch geschoben), aber auch für rennradgemäßes Fahrt machen auf glatten Asphalt wunderbar.  :)

Bald war nach Waldeck auch die Staumauer der Edertalsperre erreicht. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und des sehr kalten Windes, der über den See hinweg wehte, gönnte ich mir leider nur einen viel zu kurzen Blick auf dieses imposante Bauwerk der Schwergewichtsstaumauer vom Typ Intze und der weiteren Einrichtungen. Leider waren, trotz Osterwochenendes und auch schon offener Schifffahrt auf dem See, fast gar keine Kioske, Ufercafés oder Buden offen. Wahrscheinlich war es einfach noch zu kalt? Oder tatsächlich noch vor der Saison.

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Nach dem Überqueren der Staumauer führt der Weg weiter direkt am Ufer des Edersees weiter, ist aber ab hier wieder als Waldweg ausgeführt. Vorbei an einem Kletterpark wird das kleine Örtchen Rebach erreicht. Von hier führt der Weg wieder bis zum Ort Bringhausen über asphaltierte Sträßchen. Konnte man bis hier hin öfters kleine Campingareale sehen, folgt nach Bringhausen wieder eine sehr ruhige und malerische Strecke zu Fuße und teilweise schon im Areal des Nationalparks Kellerwald. Natürlich auch wieder über unbefestigte Waldwege. Nach der Umrundung der Bucht des Banfer Baches bot sich eine schöne Aussicht auf das gegenüberliegende Ufer, an dem ich am frühen Nachmittag nach der Abfahrt vom Lindenberggrat stand. Bei Asel-Süd (und weiteren Einblicken in diverse Wohnwagen-Designs der 70er bis 90er Jahre) erreichte ich nun wieder soetwas wie Zivilisation. Ab Asel-Süd führt (wie auch am Nordufer als Stichstraße) hier nun die K 59 entlang des Ufers bis zur Stauwurzel des Sees.

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Kurz vor Harbshausen hielt ich nochmals an, um die Szenerie des durch die Abendsonne angeleuchteten gegenüberliegenden Ufers und einiger Ruderboote festzuhalten. Zwanzig Minuten später war ich dann wieder am Ausgangspunkt meiner See-Umrundung angekommen.

Kaum hatte ich das Rad wieder im Auto verstaut, hingen auch schon wieder leichte Schneekristalle in der Luft. Auf dem Rückweg in höheren Gefilden angelangt, sah ich auch teilweise weisse Wiesen. Also alles richtig gemacht: Dem Schnee und eiskalten Temperaturen ein Schnippchen geschlagen und zumindest Niederschlagsfrei, oft sonnig und zwar kalt, aber nicht eiskalt, unterwegs gewesen.

Den Edersee werde ich per Rad sicher noch öfters besuchen. Vielleicht mal für einen ganzen Tag über den Urwaldsteig rund herum, oder mal genüsslich auf dem Ederradweg ER. Vielleicht aber auch mal über eine weiter um den Edersee führende Rennradrunde und ganz sicher mal direkt mit dem Rad von Erndtebrück - von der Quelle der Eder die Eder entlang bis zum Stausee selbst.

Distanz: 61,4 km, Höhenmeter: 759 m, Zeit: 4 h 53 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 12,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 17,4 km/h, Durchschnitts-HF: 128

auf Strava:

Karfreitag-Tour und Auftakt zum Oster-Triple

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Ostern, yay! Wetter, nay! Egal - ich bin in der Trainingsphase Base 3, Woche 2 und es ist Karfreitag.

Aufgrund des Wetterberichts, der Tatsache, dass das lange Osterwochenende beginnt und ich auch noch ein bisschen schwere Beine am Donnerstag hatte, entschied ich mich, am Donnerstag nicht zu fahren, sondern die Einheit statt dessen auf den Karfreitag zu legen. Und auch von S5, Formsprints auf normal E2 umzuwidmen. Dafür wollte ich etwas länger und als Auftakt zu 3 Tagen aufeinanderfolgenden Trainings fahren.

Bin daher am Karfreitag einfach ins Blaue gefahren. Ziel: etwas über 2 h Fahrzeit sammeln. Ich fuhr dann über Leimstruth bis nach Bad Laasphe, bog am Ortseingang sofort ab nach Banfe, von dort bis nach Hesselbach und schließlich die Steigung zur Spreit hoch (die ich neu als vollständiges Segment in Strava angelegt habe). Von Hesselbach kommend, ist sie vergleichsweise harmlos. Habe das Segment so gelegt, dass es am kleinen Kreisverkehr in Hesselbach startet und oben an der "Passhöhe" endet. Von Laasphe kommend ist das auch für Wittgensteiner Verhältnisse eine schöne anspruchsvolle Steigung. Oben am Spreit angekommen ging es wieder runter nach Laasphe, dann folgte Puderbach, im Anschluss der Anstieg zum Didoll hoch, dann die Strecke über Arfeld und Dotzlar, den Anstieg nach Sassenhausen und dann Stünzel. Über Leimstruth fuhr ich dann wieder zurück nach Hause.

Hatte auf den Wetterbericht vertraut und Recht behalten. Am Nachmittag kam die Sonne raus und so bin ich auch dann losgefahren :) Kalt war es trotzdem. Das merkte ich beim ersten und einzigen Fotostop auf der Rückfahrt oben auf der Leimstruther Höhe. Man kühlt sofort aus und muss auf den Rücken aufpassen. Aber schön, der einzige kurze Stop war somit auch erst nach über 2h - so lange bin ich sonst kaum nonstop auf dem Sattel. Meist halte ich vorher irgendwo für ein Foto an. Irgendwie warte ich aber jetzt auf das erste frische Grün, welches mich zu weiteren Fotos animieren würde.

Das war also der kurze Osterauftakt.

Distanz: 66,86 km, Höhenmeter: 759 m, Zeit: 2 h 42 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 24,7 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 26,1 km/h, Durchschnitts-HF: 132

auf Strava:

Ronde van RouheHaareren

Am letzten Sonntag war der Tag der Flandern-Rundfahrt, der Ronde van Vlaanderen. Das war ja schön und gut - aber besser als Radsport-Übertragungen zu schauen ist allemal, selbst mit dem Rad zu fahren. Also machte ich mich zu meiner eigenen Ronde auf, die ich einfach mal Ronde van RouheHaareren getauft hab. ;-) Weniger aufgrund vergleichbarer Streckencharakteristiken, mehr aufgrund verspielter Phonetik. Schließlich gibt es zahlreiche Namensdeutungen bezüglich der Namensherkunft des Rothaargebirges. Der Flurname Rouhe Haar spielt da auch mit hinein.

Die sonntägliche Ausfahrt stand unter der Prämisse: M1, Tempo. Durchweg Zone 3.  Eine Stunde Puls 142-148 bzw. 134-148 (je nach Bestimmung). Eingebunden in eine E2 (also Endurance / Ausdauer, sprich, GA1) Einheit. Da ich aufgrund der Cross-Einlage vom Vortag die M1-Einlage auf heute verschoben hatte, habe ich sie also mehr oder weniger direkt an den Anfang gepackt. Und zwar stellte ich fest, dass ich nach der Abfahrt die Rohrbach hinunter und dem Flachstück bis nach Rinthe schon bei 150er Puls war. Also definierte ich: "warmgefahren" und "dann kannst auch ab jetzt die volle Stunde M1 in Zone 3 laufen lassen". Gesagt und noch mehr getan: Nach diversen Methoden bestimmt, sollte Zone 3 eigentlich irgendwo zwischen Puls 142 und 148 liegen. Gefahren bin ich aber munter im EB-Bereich meist oberhalb 155 und bis zu 165 - im Mittel über 50 Minuten bei Puls 157 und über 1 h bei Puls 155. Nach 50 Minuten ab Ortseinfahrt Rinthe war ich "leider" ;-) schon oben am Albrechtsplatz, dem Gipfelpunkt meiner Runde auf 742 m ü. NN, angelangt. Ich glaube, der Stumpf auf der maximalen Herzfrequenz basierende Ansatz, der z.B. bei Strava die Zoneneinteilung bestimmt, kommt der Wahrheit näher. Demnach läge der Z3-Tempo Bereich bei mir zwischen Puls 141-159. D.h. im Mittel war ich da an der oberen Grenze dieses Bereichs bis etwas drüber in Z4. Yo! :)

Das Wetter war am Sonntag deutlich freundlicher als am Samstag. Schön sonnig. Kalt war es zwar auch noch sehr mit im Mittel 7,2 °C, aber das wurde durch die Sonne doch ein klein wenig gemildert; durch den auch noch sehr kräftig blasenden Wind aber wieder nach unten gedrückt. Resultat: Schön, aber kalt.

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Kurz unterhalb des Albrechtsplatzes, nur ein kleines Stück in der Abfahrt Richtung Oberkirchen, gibt es einen kleinen Rastplatz. Hier bietet sich der im Panorama festgehaltene weite Blick über die Höhen und Täler des Sauerlandes in Richtung Schmallenberg. Im Sommer halten sich hier leider immer sehr gerne Motoradfahrer auf. Während es auch unter diesen sicherlich viele sympathische Mitmenschen gibt, führt eine Parkmöglichkeit an kurviger Steigungsstrecke leider unweigerlich dazu, dass sich Möchtegern-Heizer auf ihren Joghurtbechern gegenseitig zeigen müssen, wer tiefer in die Kurve, dämlicher rausbeschleunigen und lautere illegale Auspuffanlagen plärren lassen kann. Leider sah man sich deshalb dort gezwungen, einige Gummischwellen über die Straße anordnen zu müssen, um die schlimmsten Dummheiten zu verhindern. Also etwas Obacht beim Abfahren vom Albrechtsplatz. Gott sei dank sind die Gummischwellen nur dort oben. Den Rest der Strecke kann man als Rennradler gut Tempo bis nach Oberkirchen hinein machen.

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In Oberkirchen bog ich links ab und fuhr über Grafschaft, streifte Schmallenberg nur kurz und ging dann bei Fleckenberg in den Anstieg nach Jagdhaus. Dieses Goodie sollte sich kein Radfahrer entgehen lassen, der in der Nähe ist. Eine schöne, etwas anspruchsvollere, Steigung durch den Wald bis in den kleinen Ort Jagdhaus. Die beiden Fotos sind nach der ersten Doppelkehre aufgenommen. Das steilste Stück direkt aus Fleckenberg heraus liegt da zwar schon hinter mir, aber auch hier erreicht die Steigung Werte von bis zu 12 %.

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Distanz: 67,53 km, Höhenmeter: 987 m, Zeit: 3 h 09 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,4 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,4 km/h, Durchschnitts-HF: 137

Samstagscrosser-Tour auf Ederauenweg und Rothaarsteig

Puh, richtig kalt war es wieder geworden. Am Samstag war es auch stark bedeckt und es regnete über Mittag ein klein wenig. Deswegen bin ich erst sehr spät losgekommen. Und habe entschieden, den Crosser zu nehmen, um mich auch vor dem sehr starken Wind im Wald etwas zu verstecken. Bin einfach ohne auf den Computer zu schauen gefahren. Durch das sehr späte losfahren war das Frühstück schon lange her - trotzdem hatte ich die Fahrt über nichts gegessen. Ob das wirklich was für den Fettstoffwechsel und damit die Optimierung der Leistungseffizienz ingesamt bzw. auf langen Strecken bringt? Wer weiß.

Ich war gut eingemummt im kompletten Winterdress. War auch nötig: im Mittel hatten wir 1,2 °C, Windgeschwindigkeiten bis 22,9 km/h und ab und an Schneeflocken in der Luft. Naja, besser als Regen. ;-)

Von der Strecke her bin ich zunächst dem Ederauen-Radweg bis nach Aue gefolgt (bereits hier braucht man den Crosser - der Weg ist dort nicht asphaltiert), dort über Wingeshausen mit kleinem Umweg über den Abzweig zum Casimirtal hoch zur Höhe auf die K42. Dort wird auf halber Strecke zwischen Wingeshausen und Jagdhaus bereits ein Planum für den zukünftigen Besucherparkplatz des neuen Schaugeheges für die Wisent-Wildnis Wittgenstein bereitet.

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[Bauarbeiten für den Besucherparkplatz bei der Wisent-Wildnis Wittgenstein]

Kurz darauf kam blinzelte kurz etwas die Sonne zwischen Wolkenlücken hervor.

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[An der K42 zwischen Wingeshausen und Jagdhaus]

Lang dauerte dieses Intermezzo allerdings nicht an und lang war ich auch nicht mehr auf der K42 - kurz vor Jagdhaus bog ich rechts in den Wald und auf den Rothaarsteig ein. An der Millionenbank machte ich einen weiteren kleinen Fotostop.

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[Millionenbank am Rothaarsteig]

Warum die Millionenbank diesen Namen hat, hab' ich mich auch immer schon gefragt. Eine Webrecherche brachte vorrangig zwei Deutungen zu Tage: Und zwar soll in der Inflationszeit der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts dort eine Buche gefällt worden sein. Das Holz war zwar Millionen Wert; aber bereits am Folgetag hätte man sich kaum etwas dafür kaufen können. Und so verarbeitete man ihr Holz kurzerhand an Ort und Stelle zu einer Bank. Eine andere Erklärung könnte aus der damaligen Grenzlinie herrühren, die heute noch in Form des damaligen Grenzweges und heute des Rothaarsteigs existiert. So sollen Millionengeschäfte unter Umgehung des Zolls gemacht worden sein. Auch heute noch markiert dieser Weg die Grenze zwischen dem Sauerland und dem Wittgensteiner Teil des Kreises Siegen-Wittgenstein; Zoll wird aber eher selten fällig. ;-)

An der Millionenbank teilt sich auch der Rothaarsteig für 14 km in eine Tal- und eine Kammvariante. Nur deswegen trifft man hier mitten auf der Strecke auf einen Markierungsstein mit der Kilometrierung 0.

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[Kilometerstein]

Ich folgte aber zunächst der Kammvariante Richtung Kühhude, bog aber vor Erreichen des Weilers auf einen Weg ab, der mich auf zunächst längerer Abfahrt schließlich zum Schützenplatz oberhalb von Bad Berleburg brachte. Von dort wählte ich eine schnelle Abfahrt nach Berghausen, um dann aufgrund der späteren Stunde zügig auf normalen Straßen über Raumland, Weidenhausen und Leimstruth zurück nach Erndtebrück zu fahren.

Distanz: 50,32 km, Höhenmeter: 748 m, Zeit: 3 h 04 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 16,4 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 19,2 km/h, Durchschnitts-HF: 124

auf Strava: